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Was heißt Wachstum?
Ökologisch-wirtschaftlich-spirituell
Projekte der Hoffnung

1972 erschien das Buch „Die Grenzen des Wachstums“ – eine Studie, die vom Club of Rome in Auftrag gegeben wurde. Viele der zentralen Schlußfolgerungen betreffend Umwelt, Wirtschaft, Nahrungsmittelproduktion und Ausbeutung der Ressourcen sind eingetroffen. Im Jahr 2004 - mehr als drei Jahrzehnte später - veröffentlichten die beiden Autoren Donnella und Denis Meadows die aktuelle überarbeitete Fassung. In den meisten der errechneten Szenarien ergibt sich ein deutliches Überschreiten der Wachstumsgrenzen, was ab dem Jahr 2030 einen beginnenden Kollaps einleitet. Die Studie geht auch auf die Entwicklung von 1972 bis 2002 ein. Die Kluft zwischen Arm und Reich wurde größer - 20 % der Erdbevölkerung verfügten über 85 % des globalen BIP. Die Ausbeutung des Bodens schreitet voran - 40 % der Ackerflächen werden übernutzt, 75 % der Fischbestände sind bereits abgefischt und in wenigen Jahrzehnten erschöpfen sich die fossilen Rohstoffe.

Die ersten massiven Anzeichen, dass das bisherige System nicht mehr trägt, erleben wir im Moment sehr deutlich. Sie waren auch entscheidend für die Wahl des diesjährigen Themas.

Die dreitägige Veranstaltung beginnt mit einer Lesung und möchte den Raum öffnen für eine erste inhaltliche Annäherung an das Thema. Mit dem Herzen hören, nach-denken und nach-spüren, neue Klänge hören, sich austauschen und ins Gespräch kommen. Darum geht es an diesem Abend.

Die Diskussionsveranstaltung am zweiten Tag führt bereits in die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema Energie – jenem Bereich, der das wirtschaftliche Wachstum wesentlich bestimmt.

Die abschließende Tagung stellt Projekte vor, die andere Antworten auf die derzeit anstehenden wirtschaftlichen, ökologischen und spirituellen Fragen geben, als die, die aus dem derzeit richtungsweisenden System resultieren. Antworten, die geprägt sind von einem ökologisch- kooperativen Weltbild, das davon ausgeht, dass wir alle verbunden sind mit dem Netz des Lebens und dass jede/r mit verantwortlich ist, wie sich unsere Welt in den nächsten Jahren entwickelt.

Wir erben nicht die Erde von unseren Vorfahren sondern leihen sie aus von unseren Kindern, schreibt Saint Exupery. Braucht es erst eine existentielle Krise der Weltwirtschaft, den Zusammenbruch sozialer, politischer und ökologischer Systeme oder gelingt es vorher, einen anderen Weg einzuschlagen? Einen Weg, der ein gutes Leben für alle Lebewesen ermöglicht – jetzt und für die kommenden Generationen.

Das ist die Frage, die uns in der nächsten Zeit begleiten wird.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen.