Alternativer Nobelpreis

Die Idee von “right livelihood” – der richtigen Art zu leben – geht auf ein uraltes Prinzip zurück. Es bedeutet, ein Leben zu führen, das andere Menschen und unsere Umwelt respektiert, verantwortlich zu handeln und nur einen fairen Anteil der begrenzten Ressourcen unseres Planeten zu verbrauchen.

Die Right Livelihood Award Stiftung vergibt seit 1980 jährlich den sogenannten Alternativen Nobelpreis und ehrt damit Menschen und Initiativen, die sich in ihrer Arbeit, in ihrem Engagement an diesem Prinzip orientieren. Die Preisträger setzen sich für Menschenrechte, Frieden, Konfliktlösung, die Rechte von Minderheiten, kulturelle und spirituelle Erneuerung, den Schutz der Umwelt und den nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen ein. Weitere Themen der Arbeit der Preisträger sind Globalisierung, Landwirtschaft, Kinder, Bildung, Ernährung, Alternative Technologien und neue Wirtschaftsmodelle. “Der Right Livelihood Award will dem Norden helfen, eine Weisheit zu finden, die zu seiner Wissenschaft passt, und dem Süden, eine Wissenschaft zu finden, die seine alte Weisheit ergänzt“, sagt der Preisstifter, Jakob von Uexküll.

Die Verleihung findet im schwedischen Reichstag statt – meist am Tag vor der Nobelpreisvergabe. Drei oder vier Preisträger teilen sich das Preisgeld von zwei Millionen schwedischen Kronen, umgerechnet etwa 220.000 Euro. Das Geld dient der Unterstützung ihrer Arbeit und ist nicht für den persönlichen Gebrauch bestimmt. Zusätzlich zu den Geldpreisen wird meist ein undotierter Ehrenpreis vergeben. 128 Personen und Organisationen aus 56 Ländern sind seit 1980 mit dem „Alternativen Nobelpreis” ausgezeichnet worden.